Selbstführung als Schlüssel zum Erfolg
Selbstführung ist die Fähigkeit sich selbst und das eigene Leben zu führen. Was im ersten Moment banal und logisch klingt, wird meist bei näherer Betrachtung komplexer.
Wir leben in einer zunehmend fremdbestimmten Welt. Der eigene Social Media Feed wird von einem Algorithmus bestimmt, den nur kaum jemand wirklich versteht, meist wird unsere Zeit von unserer beruflichen Tätigkeit eingenommen und ggf. müssen/dürfen wir uns noch um Freunde und Familie kümmern. Im besten Fall sollte sich jeder dann noch gesund ernähren, möglichst viel Sport treiben und in die eigene Bildung investieren.
Die Zeit, die für uns selbst bleibt, ist damit meist erschreckend knapp. In der Volkswirtschaft wird dieses Phänomen tatsächlich „Knappheit“ beziehungsweise als „Güterknappheit“ bezeichnet. Grundlage ist, dass nur eine begrenzte Anzahl unterschiedlicher Ressourcen zur Verfügung stehen. Ziel der Volkswirtschaft ist es, diese begrenzten Ressourcen möglichst effizient zu verteilen und am Ende die Produktivität einer Volkswirtschaft oder eines Unternehmens zu steigern. Hierzu habe ich bereits vor einiger Zeit einen kurzen Substack Artikel veröffentlicht.
Vor diesem Hintergrund ist es sinnvoll, sich über die eigenen begrenzten Ressourcen Gedanken zu machen. Bezogen auf das eigene Leben, ist die wahrscheinlich knappste und wertvollste Ressource, die jeder zur Verfügung hat, die Zeit. Und das in vieler Hinsicht. Nicht nur ist jeder einzelne Tag auf 24 Stunden beschränkt, auch hat unser Leben irgendwo ein festes Ende. Dieses Ende jedoch ist niemanden bekannt und so ist uns nicht bekannt, wie knapp unsere Ressource Zeit tatsächlich ist. Manche mögen mehr und andere weniger Zeit zur Verfügung haben.
Um diese knappe Ressource möglichst optimal nutzen zu können, müssen wir uns vorher im Klaren sein, welche Ziele verfolgt werden sollen und wo die eigenen und individuellen Prioritäten liegen (hierzu später einmal mehr).
Der nächste Schritt ist dann die Selbstführung. Ähnlich wie der CEO einer Unternehmung, hat auch jeder Einzelne für sich selbst eine Führungsaufgabe. Dazu gehört neben der Verwirklichung der eigenen Träume und Ziele, teilweise auch das scheinbar banale managen von Zeit und Aufgaben. Täglich bestimmen wir mit unseren Gewohnheiten, wie sich der Tag gestaltet. Mit dem eigenen Mindset bestimmen wir, wie auf äußere Faktoren reagiert wird und mit den Menschen, mit denen wir unseren Tag verbringen, bestimmt jeder, wie positiv oder negativ dieser Tag wird.
Um das eigene Leben erfolgreich zu führen, werden also bestimmte Werkzeuge benötigt. Diese Werkzeuge gestalten sich komplett unterschiedlich und je nach Person individuell.
Ich habe mich bewusst für den Markennamen tamschyatelier entschieden. Atelier ist die Werkstatt, das Atelier, von meist kreativen Menschen. Doch ich bin der Meinung, dass Kreativität nicht alleine auf das Schaffen von Kunst beschränkt ist. Kreativität ist viel breiter zu sehen und lässt sich praktisch überall finden. Und in einer Werkstatt bedienen sich Künstler unterschiedlicher Werkzeuge.
Auf tamschyatelier werden genau solche Werkzeuge angeboten - das Erste ist der “Lead Yourself - Digital Planner”
Dieser undatierte Kalender, der entweder über GoodNotes auf dem iPad oder über eine PDF Bearbeitungssoftware (oder auch ausgedruckt) verwendet werden kann, leitet durch zwölf Monate, mittels der zwölf Aristotelischen Tugenden. Jeder Monat enthält eine kurze Beschreibung einer der zwölf Tugenden und darüber hinaus auch praktische Tipps und Hinweise. Diese bestehen entweder aus Journaling Prompts oder auch Ansätzen für das eigene Tun und Handeln. Mir besonders wichtig war, möglichst Raum für die eigene Gestaltungsfreiheit zu lassen. Das relativ minimalistische Design soll einladen, selbst kreativ zu werden. Ob dann tatsächlich mit eigenen Zeichnungen, Fotos oder Kollagen aus Pinterest, bleibt jedem selbst überlassen.
Die Aristotelische Tugendethik gilt bei tamschyatelier als wesentliches Werkzeug und wird sich in unterschiedlicher Ausprägung immer finden. Schwerpunkt bildet vor allem die Charakterbildung, durch tugendhaftes Verhalten. Grundsätzlich und allgemein beschreibt Tugendethik den Einfluss von Gewohnheiten auf den eigenen Charakter. Die genaue Definition ist je nach Lehrmeister unterschiedlich. Anders als die Persönlichkeit, beeinflussen wir unseren Charakter durch unser eigenes Handeln und tägliches Tun. Die Tugendethik bietet hier einen weitreichenderen Ansatz. Abseits von klassischen Produktivitätstips, steht der Mensch und das Miteinander mit anderen Menschen im Mittelpunkt.
Erfolg und Tugend stehen meiner Meinung nach nicht im Widerspruch, sondern ergänzen sich direkt und unmittelbar. Denn nur weil jemand ein im wirtschaftlichen Sinne erfolgreiches Leben anstrebt, bedeutet dies nicht weniger tugendhaft zu handeln.
In den folgenden Blogposts werde ich immer wieder das Prinzip der Selbstführung in Verbindung mit der Tugendethik und einer unternehmerischen Perspektive aufgreifen.